Digitale Verdummung beginnt im Kinderwagen
Der Staat will die Internet-Nutzung von Kindern einschränken. Eine gute Idee. Denn je mehr Zeit sie in der digitalen Welt und vor Bildschirmen verbringen, desto schädlicher für Gehirn und Gesundheit ist es. Doch gleichzeitig setzt die Politik auf Digitalisierung aller Lebensbereiche – auch der Kindergärten und Schulen.
Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Seit einiger Zeit ist beim Kauf eines Kinderwagens standardmäßig eine Handyhalterung dabei. Und so sieht man immer wieder Kleinkinder beim Spazierenfahren in ihren Wägelchen sitzen, die anstatt Vögel, Hündchen oder Bagger zu beobachten reglos in die buntbewegte Oberfläche des mütterlichen oder väterlichen Handys starren.
Volksschulkinder wanden Schlafwandlern gleich auf dem Schulweg und starren unentwegt in ihr Handy. In der Schule dann wird der Laptop ausgepackt, denn Österreich hält sich viel zugute auf die sogenannten „Laptop-Klassen“. Sie erinnern sich? Die damalige Bildungsministerin Sonja Hammerschmied machte eine Exkursion nach Schweden, weil die beim Pisa-Test so gut abgeschnitten hatten, und hatte die Ursache des Lernwunders: Man nutzte dort Laptops. Also her damit, und dann würden sich die Leistungen der Knirpse automatisch verbessern. Ausgestattet wurden damit jedoch nicht zuerst die höheren Klassen, wie man meinen könnte, die haben sie bis heute nicht, sondern man begann in Volksschule und Unterstufe.
Dann passierte, was passieren musste: Sie wurden zum Spielen benutzt, und die Kinder starrten wiederum auf einen Bildschirm. In Schweden ist man übrigens längst davon wieder abgekommen und hat die Laptops wieder aus den Klassenzimmern verbannt. Und eine US-Studie zeigte bereits 2012, dass Laptops für jedes Kind zwar teuer sind, aber keine positiven Effekte auf das Lernen haben……
Den ganzen Text lesen Sie auf libratus.online