Das gefährliche Programm der Islamisten zur „Erleuchtung“ Europas

26.04.2019

Ein Treffen führender Islamisten unter Teilnahme der IGGÖ legt deren Ziele offen. In Österreich wurde trotz der Brisanz nirgendwo darüber berichtet.

In der Großmoschee in Köln fand sich Anfang Jänner eine illustre Gruppe zu einem Geheimtreffen ein. Thema war die Zukunft der Muslime in Europa. Organisiert wurde das Treffen von der DITIB, dem deutschen Arm der türkischen Religionsbehörde – und damit Präsident Erdogans, der eine Wiedererrichtung des Osmanischen Reichs anstrebt. Unter den 150 Teilnehmern aus 17 Ländern befanden sich Vertreter türkisch-nationalistischer Vereine ebenso wie führende Köpfe der Muslimbruderschaft. Diese stehen im Visier des deutschen Verfassungsschutzes, der sie als islamistisch einstuft. Auch Prominenz aus Österreich war angereist: Drei Vertreter der IGGÖ, der Islamischen Glaubensgemeinschaft, angeführt von Präsident Ümit Vural, und der „Islamophobieforscher“ Farid Hafez.

Als durch eine Indiskretion das Treffen bekannt wurde, war die Aufregung in Deutschland groß, alle wichtigen Medien berichteten darüber. Der Druck wurde so stark, dass der DITIB-Vorstand ausgetauscht wurde. In Österreich war das Ereignis hingegen keinem Medium eine Meldung wert – außer einer Analyse von „Addendum“. Dabei hätte nicht nur das Treffen, sondern auch dessen Ergebnis durchaus hohe Beachtung verdient.

Beschlossen wurde ein Strategiepapier, das auf der Homepage der DITIB veröffentlicht wurde. Lässt man schwurbelige Formulierungen beiseite, destilliert sich ein klares islamistisches Programm heraus: Der Islam sei ein untrennbarer Teil Europas, daher werde man Diskriminierungen nicht akzeptieren. „Islamophobie“ und „islamischer Rassismus“ führten zu einem Gefühl der „Einsamkeit und Schutzlosigkeit“ unter den Muslimen, bis hin zu einer möglichen „Massenpanik“. Gleichzeitig wird die Vorrangstellung des Islam betont, „der überall auf der ganzen Welt dieselben universalen Werte verteidigt und versucht, diese am Leben zu erhalten“. Es folgt eine klare Absage an einen „europäischen“ Islam. Dass es im Islam verschiedene Richtungen gibt, wird negiert.

Ebenso eindimensional ist die Absage an Gewalt und Terror: „Terrororganisationen wie FETÖ, IS (DAESCH), PKK, Boko Haram, asch-Schabab als Elemente von Wirre, Zwietracht und Anarchie in der islamischen Welt missbrauchen die islamischen Begriffe und menschlichen Werte.“ Bemerkenswert ist dabei die Gleichsetzung von blutrünstigen Terrorgruppen wie IS und Boko Haram mit der kurdischen PKK und der der Gülen-Bewegung zugerechneten FETÖ – hier wird der Einfluss der türkischen Regierung besonders deutlich. All diese würden sich „stets Muslime zur Zielscheibe nehmen“, heißt es wörtlich. Es geht also nur um die muslimischen Opfer, mit keinem Wort werden Jesiden, Christen, Juden oder andere nicht-muslimische Terroropfer erwähnt.

Ein weiteres Ziel ist offenbar die Segregation, also die Verhinderung von Integration der Muslime in Europa. „Es ist unabdingbar, dass die Muslime ihre Unterschiede bewahren“, heißt es in dem Strategiepapier. Vor allem müsse die Jugend, die aufgrund „fehlerhafter Informationen ausgenutzt und irregeführt“ werde, vor „Angriffen von islamophoben Strukturen“ geschützt werden. Als Gegenmittel dafür wird die „Umma“ angeführt, also die muslimische Gemeinschaft. Deshalb brauche es eine „authentische Religionspädagogik“ und mehr Augenmerk auf eine Erziehung zu „authentischem Glauben“ und tugendhaftem Charakter.

Das Papier fordert dazu auf, bei allen „unrechtmäßigen Handlungen alle rechtlichen Wege bis zur letzten Instanz auszuschöpfen“,  zum „Schutz der muslimischen Identität“. Weiters sollen Muslime „negative Wahrnehmungen in den Medien zurechtrücken“. Man will künftig global enger zusammenarbeiten und gründete dazu ein eigenes Sekretariat.

Beobachtet und analysiert man die auffallend zunehmenden Aktivitäten von dieser Seite in der Öffentlichkeit, bei Gerichten, in sozialen Medien und Online-Foren kann man unschwer erkennen, dass diese Beschlüsse nicht nur Papier sind, sondern bereits zielstrebig umgesetzt werden.